Auswirkungen des coronavirus

Auswirkungen von Corona auf Dienstreisen und geschäftliche Ausgaben

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Die Coronavirus-Pandemie und die Maßnahmen zur Verhinderung ihrer Ausbreitung haben in der Gesellschaft und in der Wirtschaft weltweit eine Schockwelle von teils dramatischem Ausmaß ausgelöst. Der Geschäftsreisesektor zählt zu den von den Auswirkungen des Coronavirus besonders schwer getroffenen Bereichen und ist durch Ausgangs- und Reisebeschränkungen größtenteils vollkommen zum Erliegen gekommen.

Coronavirus-Auswirkungen: Signifikanter Rückgang der Geschäftsreisetätigkeit

Der Geschäftsreisesektor ist seit Beginn dieser beispiellosen Gesundheitskrise stark betroffen. Diese angehende Rezession wurde erstmals in den ersten Märztagen bemerkt, nachdem die Regierung erste Empfehlungen ausgesprochen hatte, viele Unternehmen interne Memos verschickt hatten und der öffentliche Verkehr in bestimmten Gebieten eingeschränkt wurde. Zahlen aus einer am 11. März 2020 veröffentlichten, von Expensya zu diesem Thema durchgeführten Studie, zeigen den Beginn der Rezession: Rückgang der Zahl der internationalen Reisen, verschärft durch die Annullierung von Großveranstaltungen.

Bei der Verarbeitung von Ausgaben in Höhe von mehr als 30 Mio. € pro Woche stellten wir fest, dass die Geschäftsreisen in den 10 ersten Märztagen insgesamt um 35 % zurückgegangen sind. Dieser Rückgang hatte bereits in der zweiten Februarwoche mit dem sprunghaften Anstieg der weltweiten Zahl der Erkrankten nach einer Änderung der Screening-Methoden begonnen.

Angesichts der von der Regierung ab dem 17. März 2020 angeordneten Ausgangsbeschränkung hat sich die Lage weiter verschärft, Geschäftsreisen sind inzwischen nahezu unmöglich. Diese Einschränkungen haben in Verbindung mit der Schließung der Grenzen und der fortschreitenden Einschränkung des Flugverkehrs zu einer erheblichen Annullierung von Reisen geführt. Diese Rezessionswelle breitet sich seit der Ankündigung der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weiter aus.

Der Geschäftsreisesektor, der zu den von den derzeitigen Maßnahmen am stärksten betroffenen Bereichen zählt, schließt zahlreiche Branchen ein, darunter Hotels, Personenbeförderung und Restaurants. Die im Rahmen von Geschäftsreisen üblicherweise anfallenden Übernachtungskosten sind um 96 % gesunken. Die verbleibenden 4 % entstehen durch Mitarbeitende, die aus dem Ausland nicht an ihren Wohnort zurückkehren konnten. Auch die Ausgaben für Flugreisen sind um 88 % gesunken.

Auswirkungen von Corona auf die Ausgaben der Mitarbeitenden: Rückgang um 83 % 

Aufgrund der mit dieser beispiellosen Gesundheitskrise verbundenen Ausgangsbeschränkungen wurde die Arbeit im Homeoffice unumgänglich. Die Unternehmen mussten sich Funktionsweisen ausdenken, die es möglich machen, die Auswirkungen dieser Beschränkungen einzudämmen und die Geschäftskontinuität zu gewährleisten.

Einigen Unternehmen, die das Homeoffice bereits in ihre Abläufe integriert hatten, fiel es leicht, zu dieser Organisation überzugehen. Andere mussten rasch Mittel und Wege finden, ihren Mitarbeitenden die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen. Ein großer Teil der Arbeitnehmer arbeitet auch weiterhin im Homeoffice oder ist in Kurzarbeit, wenn die Arbeit aus der Ferne kaum möglich oder die Arbeitsauslastung stark zurückgegangen ist.

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Nach mehreren Wochen der Ausgangsbeschränkung, die die Unternehmen gezwungen hat, ihre Organisation und Logistik zu überdenken, haben dem drastischen Rückgang der Geschäftsreisen auch eine deutliche Veränderung des Ausgabenverhaltens der Arbeitnehmer in Frankreich festgestellt. Um diesem Trend auf den Grund zu gehen, haben wir anonymisierte geschäftliche Ausgaben in Höhe von rund 23 Millionen Euro untersucht, die über zwei Zeiträume von je zwei Wochen getätigt wurden: Während der Ausgangsbeschränkung vom 23. März 2020 bis zum 5. April 2020, und vor der Ausgangsbeschränkung vom 17. Februar bis zum 1. März 2020.

Diese Analyse zeigt einen massiven Rückgang von nahezu 83 % der Geschäftsausgaben der Mitarbeitenden, eine relative Analyse verdeutlicht außerdem den Umfang der Auswirkungen auf die verschiedenen Ausgabenarten. Demnach sind die Ausgaben zur Ermöglichung der Arbeit im Homeoffice, wie etwa der Kauf von Büromaterial, Telefon- und Internetkosten sowie neue Kosten in Verbindung mit Online-Diensten, z.B. Anwendungen für Videokonferenzen, im Verhältnis um 142 % gestiegen.

Nachdem im Rahmen des Möglichen alles getan wurde, um die Kontinuität der Geschäftstätigkeit während der Ausgangsbeschränkungen zu gewährleisten, müssen die Unternehmen nun die schrittweise Wiederaufnahme der Tätigkeit unter den bestmöglichen Bedingungen und unter Einführung der notwenigen Maßnahmen in die Wege leiten. Die Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen ist für den Geschäftsreisesektor (und den Tourismus im Allgemeinen) von entscheidender Bedeutung und die kommenden Wochen müssen dazu genutzt werden, Maßnahmen für einen sicheren Betrieb und eine rasche Wideraufnahme der Reisetätigkeit zu ergreifen. Die Auswirkungen der Pandemie werden jedoch noch länger zu spüren sein, und es ist mit grundlegenden Veränderungen des Reiseverhaltens zu rechnen, solange dieses Virus unter uns weilt: Der Sektor kommt nicht umhin, seine Dienstleistungen von Grund auf neu zu gestalten.

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